Neuigkeiten

22.12.2020, 14:54 Uhr
Bäumer: Überprüfung der Roten Gebiete hat sich gelohnt
Weitere Bewirtschaftungsauflagen für den Südkreis sind „vom Tisch“
Als das „Nitrat-Wunder von Hilter“ haben die Nitratwerte im Osnabrücker Südkreis Schlagzeilen gemacht. Von extrem hohen Werten zu sehr niedrigen Werten schwankte die Messstelle in Hilter innerhalb nur weniger Jahre und sorgte bei Landwirten und dem CDU-Landtagsabgeordneten Martin Bäumer damit für Verwunderung.
Die Neuüberprüfung der sogenannten Roten Gebiete durch die Landesregierung hat nun dazu geführt, dass Glandorf und Bad Laer nicht mehr auf der Karte zu finden sind. „Das ist ein großer Erfolg der CDU-Landtagsfraktion“, sagt Bäumer dazu. Der Umweltpolitiker war immer davon überzeugt, dass eine weitere Einschränkung von landwirtschaftlichen Flächen in einem Wasserschutzgebiet wie hier im Südkreis falsch ist.

Schon Anfang dieses Jahres sagte Bäumer außerdem, dass er die Messwerte für unplausibel hält. So lagen die Nitrat-Werte an der Messstelle in Hilter im Jahr 2015 noch bei 100 mg/l. Ein Jahr später dann nur noch bei 43 mg/l – und damit unter dem Grenzwert von 50 mg/l.

Auch Hubert Lammertmann, ein Landwirt aus Glandorf, konnte die Messwerte nicht nachvollziehen und klagte schließlich gegen die Beschränkung auf seinen Flächen. Er stützte sich dabei auf ein Gutachten, das vom Landvolk Niedersachsen in Auftrag gegeben wurde und das Mängel an den bautechnischen Zuständen zahlreicher Messstellen aufzeigt.

Der Umweltpolitiker Martin Bäumer und die gesamte Niedersachsen-CDU forderten deshalb vor über einem Jahr eine Neuüberprüfung der Messstellen. „Es ist nach unserer Auffassung äußerst wichtig, das Verursacherprinzip in Gänze zu beachten, daher darf im Hinblick auf die Ausweisung von nitratsensiblen Gebieten der Fokus nicht ausschließlich auf der Landwirtschaft liegen. Der Eintrag von Nitrat und Phosphat von Kläranlagen muss in diesem Zusammenhang ebenfalls eine stärkere Berücksichtigung finde“, sagt Bäumer.

Die neue Karte der „Roten Gebiete“ umfasst nun rund 31 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche, anstatt bislang 39 Prozent. Diese Berechnung resultiert auch aus dem deutlich gesunkenen Mineraldüngereinsatz in Niedersachsen.

Bäumer ist zufrieden mit der neuen Ausweisung der „Roten Gebiete“: „Es ist immer richtig, für seine Überzeugung zu kämpfen“, sagt er, „den Kopf in den Sand zu stecken war keine Option. Mein besonderer Dank gilt unserer Landwirtschaftsministerin Frau Otte-Kinast, denn durch Ihren vehementen Einsatz auf Bundeseben zur Einführung des Verursacherprinzips, ist es Niedersachsen gelungen die Gebietskulisse deutlich zu verringern. Hierdurch konnten auch für unsere Region eine Verringerung der "Roten Gebiete" erzielt werden, welches insbesondere der guten fachlichen Arbeit unsere Bauern und Bäuerinnen Rechnung trägt. “ Eine Neufassung der Verordnung schaffe jetzt eindeutige und verständliche Regelungen. „Das ist ein guter Weg für die Landwirtschaft, die Wasserwirtschaft und den Verbraucher“, fasst Bäumer zusammen.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Staatskanzlei: www.stk.niedersachsen.de/startseite/presseinformationen/dungeverordnung-karten-fur-rote-gebiete-liegen-vor-195774.html

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon