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25.01.2019, 11:14 Uhr
Bäumer stellt Anfrage an Landesregierung zur Freisetzung von Phosphat
Phosphat ist neben Kali und Stickstoff einer der wichtigsten Nährstoffe in der Landwirtschaft. Er kann nicht durch andere Stoffe ersetzt werden und ist unverzichtbar für die weltweite Pflanzenproduktion. Gleichzeitig stehen die ökologischen und gesundheitlichen Gefahren zunehmend zur Debatte. Der Landtagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecher Martin Bäumer und seine CDU-Kollegen Uwe Dorendorf, Axel Miesner, Frank Oesterhelweg, Laura Rebuschat und Frank Schmädeke haben deshalb eine Kleine Anfrage an die niedersächsische Landesregierung gestellt.
Sie wollen wissen, auf welchen Wegen Phosphat in die Umwelt eingetragen wird. Insgesamt Zwölf Fragen soll die Landesregierung ihnen beantworten (s. Anhang). Sie interessiert, wie viele Tonnen Phosphor von Deutschland pro Jahr importiert werden oder ob die durch industrielle Reinigungsprozesse in die Umwelt emittierte Phosphorsäure durch die kommunalen Kläranlagen aus dem Abwasser entfernt werden kann. "Während der Einsatz von Phosphatdünger in der Landwirtschaft als Eintragspfad in die Umwelt bei vielen Menschen bekannt ist, liegen zum Eintrag von Phosphaten durch Reinigungsprozesse in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie kaum belastbare Zahlen vor", sagt Bäumer. Er will mit seiner Anfrage mehr Licht ins Dunkle bringen. Für Bäumer ist es auch kaum nachzuvollziehen, warum Phosphate bereits vor vielen Jahren aus Waschmitteln verbannt worden sind, ihr Einsatz in industriellen Reinigungsprozessen, zum Beispiel als Phosphorsäure, aber nach wie vor erlaubt ist.

Phosphate tragen zur Überdüngung der Gewässer bei und verstärken dadurch das Pflanzenwachstum, was wiederum zur Folge hat, dass gerade im Sommer ein Sauerstoffmangel in Gewässern entsteht. Dies kann besonders für Fische lebensbedrohlich sein. Aber auch für den Menschen kann dieser Stoff gefährlich werden, wenn er durch die Nahrung aufgenommen wird. Denn künstlich zugesetzte Phosphate können Herzinfarkte oder Schlaganfälle begünstigen, das Osteoporose-Risiko erhöhen und Haut und Muskeln schneller altern lassen.
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