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Neuigkeiten
09.09.2019, 11:26 Uhr
Bäumer will Lichtverschmutzung im Osnabrücker Landkreis eindämmen
Künstliche Beleuchtung hat viele Vorteile, es macht den Heimweg in dunkler Nacht sicherer und lässt den Garten an einem Sommerabend ansehnlich erstrahlen. Es gibt aber auch Nachteile und diese werden immer bedeutender. Denn: Zu viel Licht macht krank.
Bild von tookapic auf Pixabay
Der Wissenschaftler Christopher Kyba vom Helmholtz-Zentrum Potsdam hat herausgefunden, dass die beleuchteten Flächen zwischen 2012 und 2016 weltweit um zwei Prozent zugenommen haben. In Europa leben heute mehr als 99 Prozent der Bevölkerung unter einem unnatürlich hellen Nachthimmel.

Und das hat Folgen für Menschen und Tier- und Pflanzenwelt. Durch die Dauerbeleuchtung kommt der Mensch nicht zur Ruhe und schüttet weniger Melantonin aus, was den Wechsel von aktiven zu Regenerationsphasen steuert. Schlafstörungen sind die Folge und können wiederum Diabetes mitverursachen. Und die EU-Kommission hat bereits gewarnt, dass zu viel künstliches Licht zu einem höherem Krebsrisiko führt.

Der niedersächsische Landtagsabgeordnete und Umweltpolitiker Martin Bäumer (CDU) will die Lichtverschmutzung in seinem Wahlkreis, dem Osnabrücker Südkreis, und dem Landkreis Osnabrück eindämmen. „Wir sollten uns dabei auch an der Stadt Münster orientieren“, sagt Bäumer. Sie hat zusammen mit der Fachhochschule Münster ein Pilotprojekt gestartet und eine intelligente Straßenbeleuchtung auf einem Geh- und Radweg im Stadtteil Wolbeck installiert. Sie leuchtet nur dann mit voller Intensität, wenn der Weg von Fußgängern oder Radfahrern benutzt wird und funktioniert ähnlich wie ein Bewegungsmelder. Durch die intelligente Straßenbeleuchtung wird eine Energieeinsparung von rund 70 Prozent und eine Kohlendioxidreduzierung von etwa 900 Kilogramm pro Jahr erwartet. „Wenn sich dieses Projekt als erfolgreich erweist, sollten wir so eine Beleuchtung auch im Südkreis ausprobieren“, schlägt Bäumer vor.

Außerdem findet er die App „Knoop“ sehr hilfreich, um in der Nacht deutlich weniger künstliches Licht zu emittieren. Sie wurde von einem jungen Mann aus dem nordfriesischen Gemeinde Löwenstedt entwickelt und ist nichts anderes als ein digitaler Lichtschalter. Mit der App lassen sich einzelne Straßenlaternen für eine individuelle Leuchtdauer einschalten. Es brennt also nur Licht, wenn es tatsächlich benötigt wird. „Das ist eine tolle Idee und auch hier sollte überprüft werden, ob diese Innovation für den Südkreis und andere Kommunen im Landkreis geeignet ist“, sagt Bäumer. Er will jetzt die die CDU-Kreistagsfraktion und die CDU-Fraktionen in seinem Wahlkreis motivieren, sich damit auseinanderzusetzen. „Gerade die Straßenbeleuchtung ist ein Bereich, in dem sich trotz LED-Beleuchtung immer noch relativ leicht Einsparungen erzielen lassen. Das sollten wir nutzen, um die Ziele im Bereich des Klimaschutzes schneller zu erreichen.“

Links zu den Themen:
Knoop - Beleuchtung bei Bedarf: https://knoop.sh/
Beleuchtung Stadt Münster: https://www.muenster.de/stadt/presseservice/pressemeldungen/web/frontend/index.php?show=997150