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Neuigkeiten
09.08.2019, 09:34 Uhr
Landtagsabgeordnete beeindruckt von Glandorfer Autohaus
Politiker auf Sommertour mit Station in Glandorf
Jedes Jahr machen die CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Bezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim eine Sommertour. Im letzten Jahr unter dem Stichwort „Pflege“, in diesem Jahr unter der Überschrift „Handwerk“. Dabei informieren sich die Landespolitiker in dem Raum zwischen Melle, Papenburg und Bad Bentheim in den einzelnen Landtagswahlkreisen direkt vor Ort und sprechen mit Unternehmern, Kammvertretern und Mitarbeitern. Für die „Endstation“ der zweitägigen Tour mit insgesamt zehn verschiedenen Terminen hatte der Landtagsabgeordnete Martin Bäumer das Glandorfer Autohaus I. und W. Erpenbeck ausgesucht. Hier wurden Bernd-Carsten Hiebing, Finanzminister Reinhold Hilbers, Christian Calderone, Clemens Lammerskitten, Burkhard Jasper, Anette Meyer zu Strohen, Gerda Hövel und Martin Bäumer von Sabine und Frank Michalick sowie Wilhelm Erpenbeck empfangen
Glandorf - Die drei Geschäftsführer des vor mehr als 150 Jahren gegründeten Unternehmens führten die Politiker zunächst durch die Kundenausstellung, die beiden Werkstätten für PKW und LKW sowie das Reifenlager und die Waschanlage. Hier erläuterten sie das Konzept hinter den Arbeitsplätzen und stellten die Vorteile gegenüber dem alten Standort mitten im Dorf heraus. Die Landespolitiker zeigten sich beeindruckt von der Größe der Werkstätten und hatten auch ein Auge für einzelne PKW-Modelle wie einen alten Oldtimer. Vor allem Finanzminister Hilbers offenbarte tiefe Kenntnisse über einzelne PKW-Modelle.

Besonderen Raum nahm die Information über das Glandorfer Elektroauto-Carsharing ein. Seit einigen Wochen können Glandorfer Bürger über das Internet ein Elektroauto buchen und zu Kosten von fünf Euro (halber Tag), zehn Euro (ganzer Tag) oder 15 Euro (Wochenende) erste Erfahrungen mit dem alternativen Antrieb sammeln. Geschäftsführer Frank Michalick erläuterte, die die Zusammenarbeit zwischen dem Autohaus, der Gemeinde Glandorf, dem Landkreis Osnabrück und dem Energieversorger Teutoburger Energie Netzwerk eG zu diesem Modell geführt hat. „Das Auto erfreut sich hier in Glandorf großer Beliebtheit. Es hat noch kein Wochenende gegeben, wo der Smart hier auf dem Hof gestanden hat. Der ist fast immer unterwegs,“ so Michalick. Er machte den Kunden ein großes Kompliment, die das Auto stets an der Ladesäule abstellten, damit es für den nächsten Nutzer wieder aufgeladen ist.

In der abschließenden Diskussion wollten die Landtagsabgeordneten wissen, wie es um die Ausbildungssituation oder den Umgang mit Bürokratie bestellt ist. Hier machten Sabine und Frank Michalick, dass das Werben um Auszubildende inzwischen eine „anspruchsvolle“ Aufgaben geworden sei. Da komme dem Unternehmen der neue Standort und die nagelneue Ausstattung sehr zugute. „Trotzdem muss man um jeden einzelnen Auszubildenden für das Handwerk kämpfen. Wir sind froh, dass wir sehr gute Kontakt zur örtlichen Schule haben und schon früh Kontakte zu Praktikanten knüpfen können.“ Von großem Nachteil sei allerdings der der Anschluss Glandorfs an den Öffentlichen Personennahverkehr. „Der ist zu sehr auf Osnabrück ausgerichtet. Richtung Osnabrück zu fahren oder von dort nach Glandorf zu kommen ist einfach. Aber wer von Dissen nach Glandorf will, der hat aktuell immer noch schlechte Karten“, so Sabine Michalick. Das mache die Wege für potentielle Auszubildende, die in der Regel noch keinen Führerschein hätten, viel zu lang. Martin Bäumer machte deutlich, dass der Landkreis Osnabrück zur Zeit den neuen Nahverkehrsplan überarbeitet. „Da werden wir als Kreistagsabgeordnete sehr genau darauf achten, dass das besser wird.“