Martin Bäumer MdL
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Neuigkeiten
08.02.2019, 11:03 Uhr
Licht und Schatten: Meine Bilanz nach 21.500 Kilometer mit dem E-Auto
Nachdem ich zwölf Jahre lang ein Hybridauto gefahren habe, bin ich im vergangenen Jahr umgestiegen – und zwar auf ein reines Elektroauto. Seit April 2018 fahre ich nun einen Renault Zoe. Meine Bilanz nach 21.500 gefahrenen Kilometern fällt gemischt aus.
Mit der Reichweite bin ich überwiegend zufrieden. Das Auto hat laut Prospekt eine Reichweite von 400 Kilometern, die realistische Reichweite liegt im Sommer bei 320. Das reicht in der Regel für Fahrten im Wahlkreis völlig aus und ein Weg nach Hannover zum Landtag sitzt auch vollkommen drin. Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich der ständige Gedanke an das Ladesäulen-Netz. Gerade wenn ich in Hannover bin, muss ich überlegen, wo ich den Akku meines E-Autos wieder auflade. Tue ich das nicht, habe ich Probleme nach Hause zu kommen.

Mir ist es aber auch schon zwei Mal passiert, dass das Laden aus einem technischen Defekt nicht funktioniert hat. Das war ziemlich ärgerlich. Zwei bis vier Stunden dauert etwa das komplette Aufladen des Akkus an einer herkömmlichen Ladesäule.

Sehr angetan bin ich aber von den günstigen Betriebskosten. Wenn man zuhause lädt, gelten die üblichen Strompreise. Im Winter zahle ich knapp 5 Euro für eine Akkuladung und im Sommer weniger als 4 Euro. Das ist schon deutlich günstiger als ein Diesel oder Benziner. Allerdings kann ich verstehen, dass sich noch viele Menschen davor sträuben, ein Elektroauto anzuschaffen. Solche Autos sind einfach immer noch deutlich zu teuer. Aber das wird sich in Zukunft ändern. Davon bin ich überzeugt.

Ich bin der Meinung, dass Politiker neuen Techniken sehr aufgeschlossen gegenüber stehen sollten. Sie sollten nicht nur darüber reden, sondern auch mit ihnen vertraut sein. Da ich schon immer ein Faible für moderne Technologien hatte, war ich sehr interessiert, wie die E-Mobilität tatsächlich funktioniert und wie sie sich auf der Straße anfühlt. Ich rate allen Interessierten ein Elektro-Auto einfach mal für ein paar Tage oder Wochen zu mieten. Ich nutze dafür ein Leasingangebot eines westfälischen Unternehmens, mit dem man E-Autos mieten kann.

Ab Sommer wird dies aber auch bei der Gemeinde Glandorf möglich sein. Dort soll dann ein Carsharing-Angebot für ein Elektroauto gestartet werden. Das gibt jedem Bürger und jeder Bürgerin die Möglichkeit, so ein Auto einfach mal zu testen, ohne sich lange daran binden zu müssen.