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10.01.2019, 11:37 Uhr
Martin Bäumer zur Wolfssichtung zwischen Bad Laer und Glandorf: "Es muss endlich was passieren"
Der an Neujahr gesichtete Wolf im Osnabrücker Südkreis befeuert erneut die Debatte um das Zusammenleben von Mensch und Tier. Der Landtagsabgeordnete Martin Bäumer (CDU) hält ein friedliches Miteinander mit dem Wolf in dichtbesiedelten Räumen für ausgeschlossen und fordert, endlich effektive Maßnahmen einzuleiten. „Die Wolfspopulation erhöht sich jedes Jahr um 30 Prozent. Wenn nicht regelmäßig Tiere durch Verkehrsunfälle sterben würden, hätten wir im Jahr 2030 in ganz Deutschland zehntausende Wölfe“, sagt Bäumer. Laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium gibt es derzeit etwa 600 Wölfe in Deutschland, nach Einschätzung anderer Experten könnten es aber auch über 1.000 Tiere sein.
Wölfe seien so lange akzeptabel, wie sie den Menschen und seine Nutztiere nicht gefährden. Am 8. November des letzten Jahres sei in Bad Rothenfelde ein Kalb gerissen worden. Zwar stehe der Nachweis, dass ein Wolf dafür verantwortlich gewesen ist, noch aus. Im Zusammenhang mit der Wolfssichtung am Beginn dieses Jahres sei das aber sehr wahrscheinlich. Wichtig sei laut Bäumer, dass die Wölfe so konditioniert werden, dass sie die Scheu vor dem Menschen behalten. Dann sei schon viel erreicht.

„Aber dort, wo Wölfe Menschen und Nutztiere gefährden, muss der Abschuss leichter möglich sein“, sagt der Landtagsabgeordnete und unterstützt damit die Forderung der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Sie hatte unlängst eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes gefordert, um Abschüsse von Wölfen zu ermöglichen. „Ich freue mich, dass da jetzt in Berlin endlich Bewegung in die Sache kommt, nachdem wir in Niedersachsen das schon jahrelang gefordert haben“, so Bäumer. 2017 hatte die niedersächsische CDU-Fraktion einen Sieben-Punkte-Plan für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wolf aufgestellt. Darin wurde unter anderem schon gefordert, dass Wölfe, die sich vermehrt menschlichen Siedlungen nähern oder durch wiederholte Nutztierrisse auffallen, entnommen werden sollen. „Es wird zunehmend wahrgenommen, dass ein Zusammenleben mit dem Wolf in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft kaum möglich sein. „Selbst der Naturschutzbund in Schleswig-Holstein oder ein grüner Umweltminister in Baden-Württemberg haben inzwischen eingesehen, dass ein hundertprozentiger Schutz durch Zäune, Herdenschutzhunde oder Esel nicht möglich ist. Zur Erhaltung der bäuerlichen und privaten Weidehaltung muss auch ein Abschuss von Wölfen möglich sein“, fordert Bäumer.