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25.05.2020, 11:14 Uhr
Bäumer: Wir müssen sauberes Trinkwasser in Niedersachsen schützen
Wasser ist ein kostbares Gut, das haben nicht zuletzt die Dürrejahre 2018, 2019 und die vergangenen Monate eindrücklich gezeigt, in denen es wieder viel zu trocken war. Die Folgen sind unter anderem das Absterben von Bäumen, Missernten und Versorgungsengpässe, die bereits heute in Niedersachsen deutlich werden. Die niedersächsische CDU-Fraktion hat deshalb zusammen mit der SPD-Fraktion einen Antrag zu einem effizienten Wassermanagement in den Landtag eingebracht, damit das Land für zukünftige Trockenheitsperioden besser gewappnet ist.
Martin Bäumer (CDU), niedersächsischer Landtagsabgeordneter und Umweltsprecher seiner Fraktion, begrüßt diesen Antrag sehr und unterstützt ihn mit voller Kraft. „Für mich ist klar, dass wir das saubere und hochwertige Trinkwasser überall in unserem Land schützen müssen – es ist Qualitätsfaktor und Lebensgrundlage zugleich“, sagt der CDU-Politiker.

Das Wassermanagement des Landes müsse einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, vom Auffangen über die Speicherung bis hin zur Entnahme. „Der Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen zielt in diesem Kontext darauf ab, zu prüfen, wie beispielsweise in Wintermonaten der Wasserrückhalt im Binnenland gestärkt werden kann. Es geht auch darum, zu schauen, ob man Talsperren oder Speicherbecken und deren Bau fördern kann“, so Bäumer. Außerdem spricht er sich dafür aus, wassersparende Bewässerungstechniken auszubauen. „Während in früheren Jahren der schnellstmögliche Abfluss des Regenwassers im Vordergrund stand, muss es jetzt darum gehen, Niederschlagswasser so lange wie möglich zurückzuhalten. Wenn das Wasser über unsere Bäche und Flüsse erst in der Nordsee ist, dann ist es zu spät.“

Bäumer sieht für Niedersachsen das Problem weniger bei der Regenmenge, sondern bei der räumlichen und zeitlichen Verteilung der Niederschläge. „Es ist zu befürchten, dass die Auswirkungen des Klimawandels diesen Effekt verschärfen und damit zu weiteren regionalen Engpässen von Trink- und Brauchwasser für Industrie und Landwirtschaft führen“.

Um den aktuellen Veränderungen, gerade in Hinblick auf den Klimawandel, Sorge zu tragen, bedarf es spezifischer niedersächsischer Anpassungsstrategien, wie es im Antrag heißt. Dazu gehört eine niedersächsische Ressourcenplanung für das Wasser. „Hierfür ist eine Novelle des Niedersächsischen Wassergesetzes notwendig“, sagt Bäumer, was seine Kollegen ähnlich sehen. Übergeordnetes Ziel sei es, die Ressource des Wassers und ihre verschiedenen Nutzungsinteressen so zu steuern, dass eine faire und nachhaltige Teilhabe am Wasserdargebot sichergestellt werde.

Aktuell stellen die Trinkwasserversorger auch solchen Nutzern Trinkwasser zur Verfügung, die nicht zwingend Trinkwasserqualität benötigen. Die Infrastruktur ist entsprechend ausgelegt. „Es sollte aber vermieden werden, dass alle Nutzer in dieses System gehen und das Privileg des Vorrangs der Trinkwasserversorgung nutzen“, so Bäumer. Daher sei auch zu überlegen, ob Trinkwassergewinner nur eine bestimmte Entnahmemenge mit dem Privileg zuerkannt bekommen und der darüberhinausgehende Anteil der Entnahme offener gesteuert werde. Die Wasserwirtschaft biete hier das richtige Instrumentarium als zielbewusste Ordnung für eine nachhaltige Nutzung der Wasservorkommen durch staatliche und private Institutionen.

„Ein effizientes Wassermanagement ist in Zeiten des Klimawandels von zentraler Bedeutung“, sagt Bäumer. „Wasserverschwendung können wir uns nicht mehr leisten.“ Der Antrag von CDU und SPD biete deshalb die Chance, die Wasserversorgung in Niedersachsen langfristig zu sichern. „Unser Ziel sollte es zudem sein, dass wir mit innovativen Lösungen bundesweit Vorreiter beim Thema ressourcenschonende Wassernutzung werden.“
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