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28.01.2020, 10:51 Uhr
Bäumer: „Nitrat-Wert im Südkreis ist unplausibel“
Der Landtagsabgeordnete Martin Bäumer (CDU) aus Glandorf hat eine Antwort von der niedersächsischen Landesregierung auf seine Kleine Anfrage vom 11. November 2019 bekommen. Darin geht es um die Ausweisung der sogenannten roten Gebiete im Osnabrücker Südkreis, in denen das Ausfahren von Gülle und die Ausbringung von Dünger eingeschränkt werden soll.
Wegen des Umfangs der Anfrage hatte die Landesregierung im Dezember 2019 um Fristverlängerung gebeten. Insgesamt schickte Bäumer 14 Fragen an die Landesregierung. Unter anderem wollte er wissen, wie sich der Gehalt an Nitrat und Phosphor an den Messstellen im Osnabrücker Südkreis von 2013 bis heute entwickelt hat.

„Die Antworten bestätigen das Gefühl der Glandorfer Landwirte“, sagt Bäumer. Ähnlich wie sie sieht auch der CDU-Politiker Ungenauigkeiten bei den Messstellen. So lagen die Nitrat-Werte an der Messstelle in Hilter im Jahr 2015 noch bei 100 mg/l. Ein Jahr später dann nur noch bei 43 mg/l, und damit unter dem Grenzwert von 50 mg/l. Wie kann das sein? Die Landesregierung hat dafür keine Erklärung. „Die Ursache für das Absinken des Wertes ab 2016 unter 50 mg ist nicht bekannt“, schreibt sie in ihrer Antwort.

Für Bäumer sind die Werte nicht nachvollziehbar. „So starke Änderungen erscheinen mir unplausibel“, so der CDU-Politiker. Möglicherweise liege es an fehlerhaften Messgeräten, die die Datengrundlage verfälschten. Die Werte aus der Antwort bestärken Bäumer deshalb in seiner Ablehnung der Ausweisung der roten Gebiete auf der Basis dieser Messstelle. Es sei für die betroffenen Landwirte nicht nachvollziehbar, dass veraltete Werte einer Messstelle am Berg in Hilter Auswirkungen bis nach Glandorf hätten

„Uns muss bei aller berechtigten Kritik bewusst sein: Die Landwirtschaft spielt eine bedeutende Rolle in Niedersachsen“, sagt Bäumer. Aufgrund der aktuell geplanten Gesetzesänderungen seien Arbeitsplätze und Wertschöpfungsketten in der heimischen Agrarwirtschaft massiv bedroht. „Wir brauchen endlich einen Weg, der die Land- und Ernährungswirtschaft mitnimmt.“ Die für das Jahr 2020 vorgesehene pauschale Absenkung der Güllemengen um 20 Prozent lehnt der CDU-Politiker deshalb ab. Er setzt darauf, dass die vorhandenen Messstellen im nachvollziehbaren Dialog mit den Betroffenen überprüft werden.

Die dazugehörige Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung (Drucksache 18/5620) finden Sie im Anhang.
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