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10.10.2019, 09:40 Uhr | Hasewind
„Angela, die Zeit des Pillepalle in der Windenergie muss jetzt wirklich vorbei sein“: Klare Botschaften an die Kanzlerin, Rekordteilnehmerzahl und neues Format beim traditionsreichen Windstammtisch in Osnabrück
„Der Windkraft geht die Puste aus“, „Windenergie fehlt der Rückenwind“, „Flaute mit Ansage: Die dramatische Krise der deutschen Windenergie“, „Erneutes Rekordtief bei Windenergie-Ausschreibungen“. Schlagzeilen wie diese bestimmen momentan die Medien. Wurden 2017 in Deutschland noch rund 1800 neue Windkraftanlagen installiert, waren es im ersten Halbjahr 2019 bisher nur 86 Anlagen.
Fotografin: Carolin Stangenberg
Von Flaute konnte beim achten Osnabrücker Windstammtisch aber nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Mit rund 170 Teilnehmern freuten sich die Organisatoren der Initiative „Hasewind“ diesmal über eine neue Rekordteilnehmerzahl. Damit ist das Treffen das größte seiner Art in Deutschland. Der Stammtisch dient als überregionaler Treffpunkt für alle, die in der Windenergie-Branche aktiv sind: Hersteller, Zulieferer, Betreiber, Serviceunternehmen sowie Vertreter aus Politik und Medien. Finanziell unterstützt wurde der Abend von der Spreewind GmbH.

Anders als in den Vorjahren hat diesmal der Journalist Sören Hage durch den Abend geführt. Seine Gesprächspartner in kurzen Interviews waren der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Bäumer und Silke Weyberg, die Geschäftsführerin vom Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen und Bremen e.V. Die Grüne Bundestagsabgeordnete musste ihre Teilnahme wegen eines Trauerfalls in der Familie kurzfristig absagen.

Der CDU-Politiker Martin Bäumer fährt seit einiger Zeit ein E-Auto, sagte aber auf Nachfrage: „Ich sorge mich sehr um den Strom mit dem ich mein Auto lade. Mit dreckigem Kohlestrom oder Atomstrom macht es eigentlich keinen Sinn. Wir müssen bei den Erneuerbaren besser werden.“ Das sieht auch Silke Weyberg so. Sie kritisierte das Klimapaket der Bundesregierung scharf. Die Abstandsregelungen für neue Windräder zu angrenzenden Gebäuden seien beispielsweise viel zu groß. Sie forderte weniger Bürokratie und mehr Platz für Windräder.

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