Neuigkeiten

13.08.2019, 12:03 Uhr
Bäumer fordert mehr Laubbäume in Niedersachsen
"Der Wald ist bei der Eindämmung des Klimawandels besonders wichtig", sagt Martin Bäumer (CDU), niedersächsischer Landtagsabgeordneter und Umweltpolitiker. Das haben auch kürzlich Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich in einer Studie herausgefunden. Demnach könnte das 1,5-Grad-Ziel des Weltklimarats bei der Erderwärmung noch erreichbar sein, wenn weltweit mehr aufgeforstet werde. Die Erde ist nach Angaben der Forscher derzeit mit 2,8 Milliarden Hektar Wald bedeckt. Sie halten die Neubepflanzung von 900 zusätzlichen Millionen Hektar für möglich.
"Auch das waldreiche Land Niedersachsen kann mehr für den Wald tun", sagt Bäumer und unterstützt damit den niedersächsischen CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer. Dieser hatte sich dafür ausgesprochen, zügig mehr Geld in den Wald zu investieren. Gerade die Wälder im Süden und Südosten Niedersachsens, im Weserbergland, Solling und im Harz, sind durch Dürre und Sturm Friederike im Jahr 2018 stark bedroht. Aber auch der heimische Teutoburger Wald zeigt viele Schäden durch den Borkenkäfer, die das Landschaftsbild für die Zukunft deutlich verändern werden. „Der Wald braucht jetzt unsere Hilfe.“

Die staatlichen Hilfen für den Wald zu erhöhen, hält Bäumer deshalb für einen richtigen Schritt. "Das kann dafür sorgen, dass mehr Bäume gepflanzt werden und damit die deutsche CO2-Bilanz aufgebessert wird." Um aber langfristig gegen Klimawandel und Wetterextreme gewappnet zu sein, sei laut Bäumer ein Austausch des vorhandenen Waldbestandes nötig. "Wichtig ist, dass wir mehr Umforstung betreiben", sagt der Umweltpolitiker.Das sei auch den Waldbauern klar.

53 Prozent des niedersächsischen Waldes bestehen laut Bundeswaldinventur aus Kiefern, Fichten, Lärchen und Douglasien. "Der hohe Anteil an Nadelhölzern sorgt dafür, dass der Wald aktuell weniger widerstandsfähig gegenüber Stürmen und dem Klimawandel ist", sagt Bäumer. Laubbäume wie Buchen, Eichen oder Linden können dagegen besser mit Trockenheit umgehen und halten wegen ihrer tieferen Wurzeln auch stärkeren Stürmen stand. "Bei einer eventuellen Aufstockung der Mittel sollte deshalb darauf geachtet werden, dass vorwiegend Laubbäume gepflanzt werden", so Bäumer. Trotzdem werde für den Bau von Häusern auch weiterhin Nadelholz gebraucht.

Um die privaten Waldbesitzer bei der Aufforstung zu unterstützen, appelliert der Landtagsabgeordnete an die umweltbewussten Schülerinnen und Schüler. Denn gerade der lokale Privatwald besteht aus kleinsten Flächen, die teilweise von den Eigentümern kaum bewirtschaftet werden. "Durch die Beteiligung an den "Fridays for Future"-Demonstrationen haben die jungen Menschen gezeigt, dass ihnen die Umwelt am Herzen liegt", sagt Bäumer. "Mit dem Pflanzen von Bäumen können sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten."

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat ein Programm für die Aufforstung und die Umstrukturierung der deutschen Wälder angekündigt. Im September soll ein nationaler Waldgipfel stattfinden, um Lösungen für die vom Klimawandel hart betroffenen Wälder zu finden.

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon