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03.05.2017, 11:00 Uhr
Unterrichtsversorgung an Berufsbildenden Schulen verschlechtert sich weiter
Bäumer: Auch die Osnabrücker Berufsschulen am Schölerberg, am Westerberg, an der Brinkstraße und in Osnabrück-Haste leiden unter dem Lehrermangel
Der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Bäumer kritisiert, dass Kultusministerin Heiligenstadt (SPD) den erheblichen Unterrichtsausfall an den berufsbildenden Schulen (BBS) in Niedersachsen nicht in den Griff bekommt. Wie das Kultusministerium nun auf eine CDU-Anfrage im Landtag (Drs. 17/7884) einräumen musste, ist der statistische Wert für die Unterrichtsversorgung zum letzten Stichtag (15.11.2016) auf einen neuen Tiefstand gesunken: Er lag im Schuljahr 2016/17 bei landesweit durchschnittlich nur noch 88,1 Prozent (Vorjahr 2015/16: 88,6 Prozent).
Osnabrück - „Das Versagen der rot-grünen Landesregierung im Bildungsbereich ist bei den berufsbildenden Schulen auf den ersten Blick sichtbar. Bei fast der Hälfte der Schulen hat sich die Unterrichtsversorgung innerhalb eines Jahres noch einmal verschlechtert“, beschreibt Bäumer die vielerorts dramatische Situation.

Betroffen vom Lehrermangel sind auch die Berufsschulen in Osnabrück. Wie aus der Antwort auf die CDU-Anfrage hervorgeht, betrug die Unterrichtsversorgung an folgenden Schulen im Schuljahr 2016/17 zum Stichtag 15.11.2016:
BBS am Schölerberg, OS: 84,5%
BBS am Westerberg, OS: von 94,8% in 2015 auf aktuell 88,3% gesunken
BBS Brinkstraße, OS: 85,7%
BBS Osnabrück-Haste: von 93,7% in 2015 auf aktuell 88,9% gesunken

„Es ist verantwortungslos, dass Kultusministerin Heiligenstadt sich nicht stärker für die berufsbildenden Schulen einsetzt. Wir beobachten genau, wie viele Lehrkräfte an jeder einzelnen Schule eingestellt werden und ob dies mit der Zahl der ausscheidenden Lehrkräfte zusammenpasst“, sagt Bäumer. Auch diese Zahlen sind der Antwort auf die Anfrage zu entnehmen.

Aus der Antwort des Kultusministeriums für 131 niedersächsische BBS ergebe sich, dass im Schuljahr 2016/17 insgesamt 70 Schulen noch niedrigere Werte aufwiesen als ein Jahr zuvor. Insgesamt 29 Schulen müssten sogar mit einer Unterrichtsversorgung von unter 85 Prozent zurechtkommen, wie Bäumer berichtet.

„Da ist Unterrichtsausfall an der Tagesordnung. Kein Wunder, dass sich inzwischen auch die Kammern einschalten und vielerorts lautstark Besserung anmahnen“, sagt der Landtagsabgeordnete. „Der aktuelle Zustand ist leider keine gute Werbung für das Modell der dualen Ausbildung. Dabei sind unsere Unternehmen dringend auf der Suche nach Fachkräftenachwuchs. Die Landesregierung schadet unserer Wirtschaft mit ihrer Unfähigkeit, für eine ausreichende Lehrerversorgung zu sorgen.“

Er bezeichnet es als „erschreckend“, zu sehen, wie deutlich sich in Niedersachsen die Unterrichtsversorgung seit Regierungsübernahme durch SPD und verschlechtert hat: An allgemein bildenden Schulen von 102 Prozent (2012) auf 98,9 Prozent (2016), an berufsbildenden Schulen von 91,9 Prozent (2012) auf nun 88,1 Prozent. Anstatt endlich ein tragfähiges Konzept gegen den Lehrermangel zur Verfügung zu stellen oder die BBS wieder stärker in die Budgetverantwortung einzubeziehen, rechtfertige die Ministerin den Lehrermangel vor allem mit der Flüchtlingssituation. „Die Kultusministerin sollte endlich ihre Arbeit vernünftig machen, anstatt die Schuld bei anderen zu suchen“, fordert Bäumer.

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