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Neuigkeiten
12.10.2017, 09:32 Uhr
Bäumer: Abordnungen sorgen für Chaos an den Schulen
„Heiligenstadts Lehrerkarussel“ dreht sich nach den Ferien weiter
Der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Bäumer befürchtet, dass auch nach den Herbstferien an vielen Schulen in der Region Unterricht ausfallen wird. Dazu hat nach seiner Ansicht die sprunghaft angestiegene Zahl schulformübergreifender Abordnungen von Lehrkräften seit den Sommerferien erheblich beigetragen. Martin Bäumer wirft Kultusministerin Heiligenstadt völlige Konzeptlosigkeit im Umgang mit dem Lehrermangel vor. „Offensichtlich hat das Ministerium überhaupt keinen Überblick über die Situation an den einzelnen Schulen“, kritisiert Bäumer. „Viele Schulen, die Lehrkräfte abgeben mussten, haben zum Schuljahresbeginn selbst nur Prognosewerte für die Lehrerversorgung von unterhalb 100 %. Vielfach lagen die Werte sogar deutlich darunter.“
Bad Iburg / Georgsmarienhütte -

So zum Beispiel an den Realschulen in Bad Iburg und Georgsmarienhütte: Obwohl ihre eigenen Prognosewerte zum Schuljahresbeginn im August 2017 bei gerade einmal 97,4 % bzw. 97,3 % gelegen hätten, hätten sie noch Lehrkräfte an andere Schulen abordnen müssen, wo die Lehrerversorgung noch schlechter gewesen sei. Das gehe aus der Antwort der von SPD und Grünen geführten Landesregierung auf eine Anfrage der CDU hervor. „Für die abgebenden Schulen war damit von Anfang an absehbar, dass sie ihren eigenen Pflichtunterricht nicht gewährleisten können. Eine untragbare Situation. Heiligenstadts Lehrerkarussel wird sich nach den Herbstferien weiterdrehen“, so Martin Bäumer.

Auch eine langfristige Verbesserung der Situation an Niedersachsens Schulen sei zum Ärger vieler Eltern nicht in Sicht. Zumal die Vorbereitungen für weitere Abordnungen offenbar bereits angelaufen seien: Nach Angaben des Philologenverbands Niedersachsen seien zahlreiche Gymnasialschulleiter noch vor den Herbstferien von der Landesschulbehörde aufgefordert worden, zusätzliche Abordnungen in die Wege zu leiten. Auch die Zahl der ausgeschriebenen Lehrerstellen zum nächsten Einstellungstermin im Februar 2018 sei nach Einschätzung des Philologenverbands deutlich zu niedrig. Dies werde insbesondere die Gymnasien betreffen. Martin Bäumer: „Weitere Abordnungen, eine sinkende Unterrichtsversorgung und weniger Neueinstellungen als in den vergangenen Jahren – unter Rot-Grün wird das selbst verursachte Schulchaos auch 2018 weitergehen, wenn sich nicht bald etwas ändert.“

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